Jovanovic bringt die ESPRIT arena zum Kochen
Lange Zeit sah es nach einer gerechten Punkteteilung zwischen Fortuna und Dynamo Dresden aus. Mickael Poté hatte kurz vor dem Wechsel die Führung der Rot-Weißen durch Maximilian Beister (21.) egalisiert. Fortuna drückte in der Schlussphase, ohne zwingend zu werden - bis der eingewechselte Ranisav Jovanovic mit der allerletzten Aktion ein herrliches Tor erzielte und 32.300 Zuschauer in der ESPRIT arena in Freudentaumel versetzte.
Nach dem hoch emotionalen Spiel gegen den FSV Frankfurt hatte
Cheftrainer Norbert Meier wieder mehr personelle Alternativen. So kamen
der zuletzt gesperrte Kapitän Andreas Lambertz ebenso zurück ins Team,
wie Innenverteidiger Langeneke nach seiner überwundenen
Rückenverletzung. Die Partie begann verhalten, Dresden verteidigte ab
der Mittellinie, ließ den Düsseldorfern damit einigen Platz, der aber
nicht gut genutzt wurde. Nach vorne schalteten die Gäste schnell um und
waren im ersten Abschnitt durchaus gleichwertig. Eine feine
Einzelleistung von „Maxi“ Beister in der 20.Minute, als er mit einer
Körperdrehung gleich zwei Dresdener ins Leere laufen ließ, brachte die
Fortuna dennoch in Führung. Mit seinem „schwachen“ rechten Fuß ging das
Leder unhaltbar in die linke untere Ecke. Fast im Gegenzug hätte das
Team von Trainer Ralf Loose den Ausgleich erzielt, doch der Schuss von
Dedic ging knapp über den Kasten von Michael Ratajczak. In der Folgezeit
versuchte die Fortuna das Ergebnis zu verwalten, zeigte zu wenig im
Spiel nach vorne und wurde kurz vor dem Seitenwechsel dafür bestraft.
Poté, ebenfalls mit einer Körpertäuschung am Strafraum, ließ Ratajczak
keine Chance und erzielte das nicht unverdiente 1:1.
Nach dem
Seitenwechsel tat die Fortuna mehr für die Offensive und riss das Spiel
an sich. Dresden konnte sich keine nennenswerte Torchance mehr
erarbeiten, die Fortuna dafür umso mehr. Fink mit dem Heber über die
Abwehr auf Rösler, der versuchte über Torwart Hesl mit Bande zu spielen,
das misslang (50.). Acht Minuten später war es erneut Rösler, der nach
einer flachen Hereingabe von Levels, das Kunststück fertig brachte, aus
vier Metern über das Tor zu schießen. Das Eckenverhältnis von 12:1 für
die Fortuna kurz vor dem Ende zeigt die Dominanz der Platzherren, die
ihre Serie verteidigen wollten. Ausgerechnet, als alle sich bereits auf
ein Unentschieden eingerichtet hatten, war es der eingewechselte Ranisav
Jovanovic, der nach Vorarbeit von Rösler den Ball perfekt traf und in
der Nachspielzeit das etwas glückliche, aber irgendwie auch verdiente
2:1 erzielen konnte. Fast zwei Jahre nach seinem letzten Treffer
erzielte der sympathische Angreifer den Endstand und brachte damit die
Arena dermaßen zum Kochen, dass selbst Chef-Trainer Norbert Meier sich
in den Spielerpulk schmiss, um dem Torschützen zu gratulieren. Mit dem
Sieg bleibt die Fortuna auf jeden Fall Spitzenreiter der zweiten Liga
und freut sich auf ein spielfreies Wochenende. Cheftrainer Norbert Meier
gab seinen Schützlingen schmunzelnd mit den Worten „ich kann diese
Typen nicht mehr sehen“, bis zum Montag frei. Verdient haben sie es. (tk)
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