„Wer Autos, Musik und Action mag, für den gibt es keine Alternative zum ROC“
Michael Schumacher tritt beim Race Of Champions als Titelverteidiger im Nations Cup an. Wenn der Fight der Nationalteams am Samstag (3. Dezember) stattfindet, dann wird er gemeinsam mit Sebastian Vettel versuchen, die begehrte Trophäe zum fünften Mal in Folge zu holen. Die Reputation des Teams Deutschland spricht dabei Bände: Neun WM-Titel vereinen die beiden auf sich – davon gehen alleine sieben auf „Schumi“, der damit (und in vielen weiteren Statistiken) der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten ist. Im Interview wirf er einen Blick voraus auf das Geschehen am kommenden Wochenende.
Wie fühlte es sich im vergangenen Jahr an, in der geschlossenen ESPRIT arena vor heimischer Kulisse anzutreten? Bekommt man als Fahrer überhaupt etwas von der Atmosphäre zu spüren?
Michael Schumacher: „In einer Halle zu fahren ist einfach sensationell! Die Emotionen sind intensiver, man hört die Fans und kann sie förmlich spüren – ein Riesenspaß. Für uns ist das sehr ungewöhnlich und deshalb bin ich überzeugt davon, dass jeder Fahrer das wirklich genießt. Die ganze Atmosphäre ist einfach großartig.“
Wie groß ist ihre Vorfreude auf die Wiederholung des Heimrennens? Und was würden Sie den Fans raten, die noch nicht genau wissen, ob sie kommen sollen oder nicht?
Michael Schumacher: „Auf mich wirkt das Ganze ein bisschen wie eine Spielzeug-Rennbahn, die Wirklichkeit geworden ist. Die Veranstaltung ist immer sehr unterhaltsam und ist definitiv eine coole Art, das Wochenende zuverbringen. Für all die, die Autos, Musik und Action mögen, gibt es an diesem Wochenende keine Alternative zum Race Of Champions.“
Auch in den Jahren 2007 bis 2009, als Sie ja keine Formel 1 gefahren sind, waren Sie beim Race Of Champions am Start und haben großartige Leistungen gezeigt. Was macht das ROC für Sie so besonders, dass Sie auch nach Ihrem Rücktritt unbedingt dabei sein wollten?
Michael Schumacher: „Letztlich ist es nicht so sehr die Lust am Wettbewerb, die mich immer wieder hierher kommen lässt, sondern viel mehr der Spaß und die gute Zeit, die man mit den anderen Fahrern verbringt. Während der Saison müssen wir alle immer voll konzentriert sein. Deshalb ist es einfach schön, dass man hier auch mal die Zeit hat zu sagen: „Hey, lass uns heute Abend zusammen einen Trinken gehen.“ Das ändert allerdings nichts daran, dass wir alle professionelle Fahrer sind: In dem Moment, in dem das Visier heruntergeklappt wird, will jeder von uns nur noch gewinnen. Aber beim Race Of Champions ist das halt nur ein Teilaspekt.“
Was denken Sie, wie sehr haben sie sich in den zwei Jahren seit ihrem Formel-1-Comeback als Fahrer verändert?
Michael Schumacher: „Geändert hat sich definitiv, dass ich das Team besser kenne und dass ich mehr eingebunden bin. Solche Sachen halt. Und , ja, ganz zu Anfang war ich sicherlich etwas eingerostet. Doch inzwischen läuft es wieder wesentlich glatter. Ich bin überzeugt davon, dass Mercedes und ich erreichen werden, was wir uns vorgenommen haben.“
Wenn Sie sich entscheiden müssten, was wäre ihnen lieber? Ein weiterer Sieg im ROC Nations-Cup oder endlich den Fahrer-Titel beim Race Of Champions zu gewinnen?
Michael Schumacher: „Das Feiern mit Sebastian hat sich mittlerweile zu einer sehr spaßigen Tradition entwickelt. Darum wäre ich absolut happy, wenn es uns gelingen würde, den ROC Nations-Cup erneut zu gewinnen – auch wenn die anschließende Party üblicherweise dazu führt, dass wir am kommenden Tag in der Fahrer-Konkurrenz mit gewissen Fitness-Problemen zu kämpfen haben…“
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