Der Champion of Champions: Sébastien Ogier
Sébastien Ogier lieferte beim Einzelwettbewerb des Race Of Champions eine großartige Leistung ab und konnte sich vor 31.064 Zuschauern gegen 15 Weltklasse-Motorsportler durchsetzen. Nach einem spannenden Nachmittag in der Düsseldorfer ESPRIT arena konnte der Rallyespezialist, der in diesem Jahr fünf Siege in der Rallye-WM sammelte, sich gegen eine echte Rennsportlegende durchsetzen: Im Finale trat er gegen Tom Kristensen, den achtfachen Gewinner der 24 Stunden von Le Mans, an. Der dänische Audi-Sportwagenpilot musste sich schließlich dem französischen Konkurrenten beugen, der damit bei seiner ersten ROC-Teilnahme prompt den Ehrentitel des „Champions der Champions“ holen konnte.
Bereits am Samstagabend hatten sich im ROC-Nations-Cup die Lokalmatadore und Titelverteidiger durchsetzen können: Michael Schumacher und Sebastian Vettel holten vor 33.968 Fans als „Team Germany“ zum fünften Mal in Folge die begehrte Trophäe, lieferten sich aber einen Tag später den finalen Showdown: Im Viertelfinale des Einzelwettbewerbs fuhren sie gegeneinander – eine Wiederholung des Viertelfinales 2010. Diesmal allerdings hatte „Schumi“ das bessere Ende für sich und zog in das Halbfinale gegen Tom Kristensen ein. Der Däne setzte sich durch, während im anderen Halbfinale Ogier den amtierenden DTM-Champion Martin Tomczyk niederringen konnte. So war der Weg frei für den Fight um die Krone, die Ogier mit zwei Siegen souverän eroberte.
Die Stimmen der Champions:
Sébastien Ogier:
„Ich freue mich sehr über den Sieg beim ROC. Es war ein tolles Wochenende und perfekt, hier zum ersten Mal den Polo in Deutschland zu fahren. Am Anfang war es ein wenig schwierig, sich hier als Neuling an die verschiedenen Autos und an die Strecke zu gewöhnen. Die Niederlage gegen Jan Kopecký in der Gruppenphase kam zum Glück zu einem günstigen Zeitpunkt und hat mich noch ein wenig motiviert.
Der Sieg hier beim ROC ist einfach ein fantastisches Erlebnis. Zum ROC eingeladen worden zu sein, war bereits eine große Ehre und es war toll, hier mit all den anderen Fahrern am Start zu stehen.“
Tom Kristensen:
„Das ganze Wochenende hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin nicht enttäuscht, dass ich sowohl gestern als auch heute im Finale verloren habe. Sébastien hat sich den Sieg verdient, er ist vor allem mit kalten Reifen unglaublich schnell unterwegs gewesen. Ich bin stolz, hier in Deutschland Michael Schumacher und Sebastian Vettel geschlagen zu haben, das hat vielleicht die Zuschauer ein bisschen traurig gemacht, aber mich hat es sehr gefreut. Bei den Rennen, vor allem bei dem Sieg gegen Michael Schumacher, kam es vor allem auf die Beschleunigung aus der letzten Kurve heraus an.
Ich hatte dieses Mal das Momentum für mich. Ein Sieg ist ein Sieg, auch wenn er denkbar knapp war. Ob Michael Ballack im Halbfinale vielleicht der falsche Beifahrer für Michael Schumacher war, kann ich nicht sagen, aber vielleicht ist es ja ein gutes Omen für die kommende Fußball-EM und das Spiel Deutschland gegen Dänemark. Etwas ganz Besonderes war mein Triumph gegen Sebastian Vettel. Es war klasse, ihn im Skoda zu schlagen, meine Beifahrerin hat die ganze Zeit relativ lautstark geschrien und als ich ihr sagte, sie solle bitte ein bisschen leiser sein, meinte sie, dass sie gerade live auf Sendung sei. Das habe ich nicht gewusst. Mein Sohn ist großer Vettel-Fan, er hat sich gestern ein Autogramm geholt, jetzt werde ich ihm sagen müssen, dass ich sein großes Idol geschlagen habe. Warum zum zweiten Mal in Folge ein Rookie das ROC gewonnen hat, kann ich mir nur so erklären, dass sie noch nicht wissen, wo die Bars stehen. Sébastien Ogier hat mich heute sehr beeindruckt, er hat definitiv eine große Zukunft vor sich und wird VW eine Menge Freude bereiten. Insgesamt war es ein tolles Wochenende, ich bin jedes Auto gefahren und habe mich stetig verbessert. Ein tolles Event, es ist für mich vielleicht sogar schöner als Weihnachten.“
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