Dortmund glücklich weiter
Es hat nicht sollen sein! Fortuna spielt gegen einen trotz Unterzahl bärenstarken BVB lange Zeit mindestens ebenbürtig mit - und unterliegt erst im Elfmeterschießen mit 4:5.
Zuvor hatte die Fortuna nach der frühen Gelb-Roten Karte für Patrick Owomoyela beinahe 90 Minuten in Überzahl agiert. Sowohl kämpferisch als auch spielerisch war die Elf von Norbert Meier dabei durchaus auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister. Doch mehr als ein Pfostentreffer wollte nicht herausspringen, so dass die Partie nach torloser Verlängerung in den Shootout ging - mit dem besseren Ende für Borussia Dortmund.
Die Dortmunder Mannschaft ging stark ersatzgeschwächt in dieses Achtelfinale. Neben den Stammkräften Götze, Bender, Santana, Subotic und Schmelzer fehlte kurzfristig auch noch der Japaner Kagawa. Düsseldorf hingegen konnte mit der besten Elf auflaufen. Vor ausverkauftem Haus legte der Deutsche Meister los wie die Feuerwehr. Kurzpassspiel und schnelles Umschalten, zweimal musste Ratajczak in den ersten zehn Minuten reagieren, jeweils als Kopfbälle von Barrios und Blaszczykowski nach Flanke von links scharf auf sein Tor kamen. Es dauerte fast zwanzig Minuten, ehe die Fortuna sich aus der Umklammerung des Erstligisten lösen konnte. Ausgerechnet Innenverteidiger Lukimya hatte mit einem Distanzschuss die erste Chance für die Fortuna, Weidenfeller reagierte reaktionsschnell. Nach einer halben Stunde traute sich die Fortuna immer mehr, Dortmund konnte das hohe Anfangstempo nicht halten. In der 34.ten Minute sah nach einem Foul am konternden Rösler, Dortmunds Innenverteidiger Owomoyela auch noch gelb-rot, damit war die Dortmunder Überlegenheit dahin, ausser einem Freistoß, den der starke Weidenfeller aus der Ecke fischte, kam aber nichts Zählbares für die Fortuna heraus.
Nach dem Seitenwechsel legte der Zweiligist weiter zu, Dortmund hatte keine Torgelegenheiten mehr, die Fortuna dafür umso mehr. Rösler (49.) scheiterte mit einem Heber über Weidenfeller, Beister prüfte nur eine Minute später mit einem Distanzschuss ebenso den schwarz-gelben Keeper. Neben dem Dortmunder Schlussmann, gab es noch zwei weitere Spieler, die auf dem Feld herausstachen: Dortmunds Nationalspieler Mats Hummels und Fortunas Nationalspieler Assani Lukimya-Mulongoti. Beide liessen hinten nahezu keine Möglichkeiten zu und so blieb es beim torlosen Unentschieden nach der regulären Spielzeit. Auch in der Verlängerung konnte sich keines der beiden Teams durchsetzen, obwohl es Vorteile für die Fortuna gab, doch die grösste Chance, der Ball kam vom eigenen Mann, konnte Weidenfeller noch an den eigenen Pfosten lenken. Das Eckenverhältnis von 8:2 gab vor allem den Verlauf der zweiten Halbzeit und der Verlängerung wieder, aber der „Underdog“ verpasste es, das Führungstor zu schiessen.
So ging es nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Auch hier fehlte es nicht an Dramatik, denn Schiedsrichter Gräfe liess einen verschossenen Elfmeter von „Lumpi“ Lambertz ebenso wiederholen, wie einen getroffenen von Blaszczykowski. Am Ende entschied ein Fehlschuss von Thomas Bröker und eine weisse Weste der Dortmunder Schützen den Pokalkrimi, der 54.500 Zuschauer im Stadion und Millionen an den Fernsehschirmen in seinen Bann gezogen hatte. Die Fortuna verpaßt damit den Einzug ins Viertelfinale, kann aber mit erhobenem Haupt in die Winterpause gehen.
Die Tore in der Übersicht:
0:0 nach Verlängerung,
1:0 Jovanovic
1:1 Hummels
2:1 Langeneke,
2:2 Blaszczykowski
3:2 Lambertz
3:3 Kehl,
3:3 (Fehlschuss Bröker)
3:4 Gündogan
4:4 Rösler
4:5 Perisic
Quelle: www.fortuna-duesseldorf.de
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