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10. September 2017 Sport

Fortuna Düsseldorf - Union Berlin 3:2

Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel entschied sich vor Schlussmann Raphael Wolf diesmal für eine klassische Viererkette, die von Jean Zimmer, Kaan Ayhan, Andre Hoffmann und Niko Gießelmann gebildet wurde. Davor spielten Adam Bodzek, der sein Team als Kapitän aufs Feld führte, Florian Neuhaus und Marcel Sobottka. Auf den Außenbahnen sollten Last-Minute-Neuzugang Benito Raman und Davor Lovren für Tempo sorgen. In der Mitte stürmte Rouwen Hennings.

Schon nach zwei Minuten kamen die Rot-Weißen zu ihrer ersten Möglichkeit: Nach einer Freistoßflanke von Gießelmann kam Hoffmann am zweiten Pfosten zum Kopfball, bekam ihn aber nicht mehr auf das gegnerische Tor. Die Fortuna legte los wie die Feuerwehr – ein weiterer Beweis dafür war der von Neuhaus in den Strafraum gechippte Ball, den Raman knapp verpasste (10.). Auf der anderen Seite bereitete ein schnell ausgeführte Freistoß den Rot-Weißen Probleme, aber Keeper Raphael Wolf behielt im Eins-gegen-Eins gegen Sebastian Polter die Oberhand (11.). Drei Minuten später bekam Raman nach einer Ecke gleich zweimal die Schusschance – der erste Versuch blieb in der Berliner Abwehr hängen, der zweie verunglückte ihm (14.). Der Neuzugang von Standard Lüttich war ohnehin direkt im Spiel, das zeigte auch seine Ablage auf Sobottka, der es mit einem Schlenzer aufs lange Eck versuchte – drüber (16.). Dann endlich das 1:0 – nach einer Ecke kam Sobottka im Gewühl an den Ball und traf zur Führung (17.). Die Unioner waren um eine schnelle Antwort bemüht: Plötzlich tauchte Simon Hedlund alleine vor Wolf auf, legte sich den Ball zu weit vor und Fortunas Schlussmann bestätigte erneut seinen sicheren Eindruck (19.). Nach einer sensationellen Aktion im Mittelfeld, mit der Neuhaus gleich drei Berliner stehen ließ, schickte er mit einem langen Ball Raman auf die Reise, der schlug einen Haken und zog aufs kurze Eck ab – vorbei (25.).

Die nächste Aktion gehörte erneut dem Torschützen, doch nach eigener Balleroberung und tollem Dribbling war der Schuss von Sobottka zu schwach, sodass Jakob Busk im Union-Tor zur Stelle war (29.). Auch Neuhaus versuchte es noch einmal aus der Distanz, zielte aber ein wenig zu hoch (37.). So ging eine fantastische erste Halbzeit der Funkel-Elf mit einer 1:0-Führung zu Ende.
In zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Die Gastgeber bestimmten das Spiel, die Unioner warteten auf Kontermöglichkeiten. Doch zunächst kam viel mehr als ein Fernschuss von Polter nicht dabei rum (60.). Wie aus dem Nichts kamen die Berliner zum Ausgleich: Nach einer Ecke stieg Damir Kreilach zum Kopfball hoch und versenkte den Ball im langen Eck (68.). Dann gab es zwei besondere (japanische) Wechsel innerhalb weniger Augenblicke. Zunächst kam auf Seiten der Fortuna Takahi Usami für Benito Raman, kurz danach auf der anderen Seite Atsuto Uchida. Direkt nach seiner Einwechslung probierte es Usami aus der Distanz, aber Busk war auf dem Posten (76.). Die ganz bittere Pille eine knappe Viertelstunde vor dem Ende: Nach Hereingabe von Uchida beförderte Ayhan den Ball ins eigene Netz – 1:2 (78.).

Doch die Fortuna zeigte wie so oft in den letzten Wochen und Monaten, dass sie eine Mannschaft ist, die niemals aufgibt. Uchidas Landsmann Usami hatte dementsprechend noch seinen Moment, als er in der 84. Minute den Ball per Direktabnahme zum 2:2 in die Maschen drosch. Kurze Zeit später hätte Hennings die Arena sogar noch mehr zum Beben bringen können, er köpfte aber knapp vorbei (86.). Das tat dann schließlich der Mann für die besonderen Momente in der ESPRIT arena: Florian Neuhaus trieb den Ball durchs Mittelfeld und traf per wunderschönem Schlenzer (90.). Und die Arena flippte aus!


Quelle: www.f95.de

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